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Blog
19
10
2018
Frau mit Sparschwein

„24h-Pflege-Mythos Steuern“ Die aktuelle Steuerpolitik des deutschen Pflegemarktes

Von Frontida 0

In unserem wöchentlichen Blog Beitrag geht es in dieser Woche um das sehr stark diskutierte Thema „Steuern – Wie können Sie davon profitieren?“.
Was verbirgt sich hinter dem Mythos des Steuervorteils und wie können Kunden von Frontida durch die vermittelten Dienstleistungen monatlich ganz einfach Geld sparen.

Unkompliziert und kurz zusammengefasst von unseren Experten bei Frontida.

Steuervorteil durch Haushaltsnahe Dienstleistung

Sie können Teile der Kosten für Arbeiten, die normalerweise Mitglieder Ihres Haushalts ausführen würden, steuerlich absetzen, wenn Sie damit eine Firma oder einen Selbstständigen beauftragen. Die haushaltsnahen Arbeiten müssen in Ihrer Wohnung, Ihrem Haus oder auf dem dazu gehörenden Grundstück ausgeführt werden, damit das Finanzamt den Steuervorteil anerkennt. Das ist unter Umständen sogar dann möglich, wenn Ihre Immobilie in einem anderen europäischen Staat liegt. Sie können maximal Arbeits- und Fahrtkosten von 20.000 Euro zu einem Fünftel in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Daraus ergibt sich ein direkter Abzug von bis zu 4.000 Euro im Jahr von Ihrer Steuerschuld.
Sie können einen selbstständigen Dienstleister oder eine Firma mit den haushaltsnahen Arbeiten beauftragen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit legal ausgeübt wird. Schwarzarbeit zählt selbstverständlich nicht: Sie benötigen eine Rechnung. Zudem dürfen Sie den Betrag nicht bar bezahlen. Nur wenn Sie die Summe überwiesen haben, wird das Finanzamt Ihren Steuerabzug anerkennen.

Was sind die Abzugsmöglichkeiten für Pflegebedürftige?

Dafür, dass eine haushaltsnahe Dienstleistung als in Ihrem Haushalt erbracht gilt, müssen Sie in der entsprechenden Wohnung oder im Haus nicht immer selbst wohnen: Die Steuervergünstigung gilt auch dann, wenn Sie wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit vorübergehend außer Haus leben müssen. Auch darüber hinaus bestehen für Pflegebedürftige einige Ausnahmen von den grundsätzlichen Regelungen für haushaltsnahe Dienstleistungen: Sie können beispielsweise den Besuch der Friseurin oder des Fußpflegers als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen, obwohl diese Dienste normalerweise nicht von einem Angehörigen Ihres eigenen Haushalts geleistet werden.

Der Bundesfinanzhof hat auch die Aufwendungen für ein Notrufsystem als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt, dass innerhalb einer Wohnung im Rahmen des betreuten Wohnens 24 Stunden am Tag Hilfeleistung sicherstellt (Urteil vom 3. September 2015, Az. VI R 18/14). Im konkreten Fall vereinbarte der Steuerpflichtige in einem Seniorenbetreuungsvertrag, dass ihm bei einem Notruf jederzeit Soforthilfe durch Fachpersonal zur Verfügung steht. Er zahlte dafür eine Betreuungspauschale. Diese ist nach dem Richterspruch steuerlich absetzbar. Ohne Bedeutung ist, dass sich die Notrufzentrale außerhalb des Haushalts des zu Pflegenden befindet.

Beispielrechnung

Peter M. ist bereits seit vier Monaten Kunde bei Frontida und lässt seine Mutter durch eine von Frontida vermittelte 24h-Pflegerin pflegen. Dafür fallen im Monat Kosten von genau 1.900 € an. Daraus ergibt sich eine jährliche Belastung, ohne Abzug von beispielsweise Pflegegeld, von 22.800 €.

Da hiervon 20%, aber maximal 4.000 €, von der Steuerschuld abgezogen werden können ergibt sich in diesem Beispiel ein jährlicher Abzug von 4.000€. Peter M. hat somit in den vergangen vier Monaten insgesamt schon über 1.200€ von seiner Steuerschuld eingespart.

Zur Erklärung:
Der Maximalbetrag von 4.000€ fällt ab einer jährlichen Belastung von insgesamt 20.000€ (monatlich 1.670€) an.

Autor: Frontida